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Narkosemittel bei Wild (Damwild, Rotwild, Sikawild, usw.)

Ob in freier Wildbahn oder in einem Wildgehege, es gibt immer mal einen Grund, um ein Wildtier zu sedieren und eine Operation durchzuführen oder eine Verletzung zu behandeln, was nur unter einer Vollnarkose durchgeführt werden kann.

Liegt ein Grund vor, ein Wildtier zu sedieren, sei es wegen einer Verletzung oder die Entfernung des Geweihs bei einem Hirsch, dann ist auch während der Narkose Vorsicht geboten. Es sollten die Vorsichtsmaßnahmen auch bei einer hohen Dosierung eingehalten werden, da eine Sedierung nicht immer sofort wirken muss. Aber auch die Sicherheit des Tieres steht im Vordergrund. Darum sollte auch hier auf Einiges geachtet werden. Bei liegenden Wiederkäuern ist das mögliche Auftreten von Aufblähen durch das Aufrichten in die Brustlage oder auch eine Tieflagerung von Kopf und Hals recht hilfreich. Es sollte auf jeden Fall gegeben sein, dass sedierte oder immobilisierte Tiere bis zu ihrem kompletten Erwachen unter Aufsicht bleiben können. Sollte es zu einer Überdosierung gekommen sein, welche sich in Aussetzen der Atmung zeigt, bietet sich eine Kaltwasserdusche an oder auch eine künstliche Beatmung, sowie der Einsatz eines Antidots.

Xylazin ruft einen schlafähnlichen Zustand hervor, der mit einer Muskelrelaxation einhergeht und bei unterschiedlichen Tierarten eine individuelle und stark ausgeprägte Schmerzfreiheit erzeugt. Bei Wildtieren sollte eine Annäherung erst nach 20-30 Minuten erfolgen. Es sollte vermieden werden, die Tiere durch Zurufen und Berühren zu stören, da Aufregung und Nervosität die Wirkung bei den Tieren beeinträchtigen kann. Bei Wildtieren ist die Wirkung des Mittels am Niederlegen zu erkennen und an einem schlafähnlichen Zustand. Die Stärke und auch die Dauer des Zustandes sind von der Dosierung abhängig. Die Sedation ist innerhalb von 20-30 Minuten sehr stark ausgeprägt und klingt dann nach 30-60 Minuten wieder ab.

Sehr positive Erfahrungen hat die Hellabrunner Mischung hervorgebracht. Hierbei wird eine 500 mg Menge Rompun Trockensubstanz in 4 ml Ketavit (400 mg Ketamine) aufgelöst. Von dieser Lösung enthalten 1 ml konkret 125 mg Xylazin und 100 mg Ketamine. Die intravenös zu injizierende Lösung wird je nach Tierart und Gewicht verabreicht und nach ungefährer Dauer der benötigten Behandlungszeit.

Bei Wild, wie beispielsweise bei Dammhirsch, werden 1,0-2,0 ml für eine Sedation benötigt. Das ist dann für 20-30 Minuten ausreichend.